Geländeüberwachung

Neben der Automobilindustrie gehört das Baugewerbe zu den Motoren unserer Konjunktur. Erfreulicherweise sind in beiden Branchen sowohl steigende Aufträge als auch stabile Beschäftigungszahlen zu verzeichnen. Besonders das Baugewerbe profitiert vom Wunsch vieler junger Familien, ein Eigenheim anschaffen zu wollen.

Wie man sich vorstellen kann, ist ein Bauunternehmen ein hochtechnisiertes Geschäft. Bagger, Kräne und LKW werden benötigt. Diese Maschinen kosten viel Geld. Der Wert eines solchen Fuhrparks kann leicht in die Millionen gehen. Kein Wunder also, dass die schweren Geräte Ziel von Diebstählen sind.

Es ist teilweise unglaublich, mit welcher Unverfrorenheit die Diebesbanden vorgehen. Wer stiehlt denn schon einen Bagger oder Tieflader? Offensichtlich gibt es für entwendete Baumaschinen einen Markt. Der rechtmäßige Eigentümer mag zwar gut versichert sein, aber zunächst steht er vor dem Problem, das gestohlene Fahrzeug ersetzen zu müssen. Vorbeugung ist also angebracht.

Geländeüberwachung

Im Prinzip kann man das Areal einer Baufirma mit einem gewöhnlichen Hausgrundstück vergleichen. Aus der Sicht eines Einbrechers gilt es, mehrere Barrieren zu überwinden, ohne ertappt zu werden. Da ist zunächst die Distanz von der Grundstücksgrenze hin zum eigentlichen Objekt. Dort angelangt, hindern Fenster und Türen daran, in das Gebäude einzudringen. Für geübte Kriminelle sind diese Hürden leicht zu nehmen, sobald die folgenden Bedingungen gegeben sind: das Gelände ist schwer einsehbar oder von üppiger Vegetation umgeben. Ferner sind Fenster, Türen und Tore nur schwach gesichert, Riegel und Griffe entsprechen nicht den modernsten Standards.

All diese Vorgehensweisen sind bekannt und immer wieder Gegenstand von ernst gemeinten Warnungen der Polizei.

Sicherheitsfirmen haben sich diese Erkenntnisse zu Nutze gemacht. Ihre Antworten auf drohende Einbrüche sind deshalb erprobt.

Praktische Vorgehensweisen für Unternehmen und Privatpersonen

Anhand des Beispieles einer Baufirma, deren Fuhrpark Ziel einer Diebesbande wird, kann man also ausführen: unübersichtliches Gelände (oder gar abgeschiedene Areale), schwache mechanische Sicherungen der Türen, Fenster und Tore sind herzliche Einladungen, sich an fremden Hab und Gut zu bereichern. Setzt man mit adäquaten Mitteln an, sinkt das Risiko in beträchtlichem Maße. Welche Schritte sind folglich zu unternehmen?

Egal, ob es sich bei dem Außenbereich um ein gewerbliches oder privates Grundstück handelt: sobald Sensoren dafür sorgen, dass Lampen und starke Strahler angeschaltet werden, findet eine optische Warnung statt; gleichzeitig wird dem Eindringling die Tarnung genommen. Diese Bewegungsmelder können weiträumig installiert werden und so ein großes Gebiet kontrollieren. In Kombination mit weiteren optischen Signalen, etwa einer Warnleuchte, und akustischen Zeichen (Sirenen und Hörnern) verliert der einst so still gelegene Tatort für den Einbrecher rasch seinen Reiz.

Sollten diese Alarme dennoch nicht zur Folge haben, dass der Eindringling das Weite sucht, muss er spätestens bei Türen und Fenstern einsehen, dass seine Mühen ein Ende haben. Schlösser an den Riegeln und Griffen zu überwinden kostet Zeit.

Der Clou: stille Alarme

Während klar erkennbare Signale Aufmerksamkeit erregen, setzt das System Notrufe ab. Die Module sind per Funk an die zentrale Steuereinheit angeschlossen; deren Meldungen werden gemäß der Programmierung weitergeleitet. Es ist möglich, mehrere Empfänger zu bestimmen: Wachdienste, Polizei und den Hausherren bzw. Eigentümer. Dieser kann die Informationen auf seinem Smartphone verarbeiten und ggf. einschreiten. Von all diesen Aktionen bekommt der Einbrecher nichts mit – und kann sie auch nicht unterbinden. Alle Sensoren und Bewegungsmelder sind unabhängig vom Stromnetz und drahtlos verbunden! Ein Durchschneiden von Kabeln kann also nicht stattfinden.

Einbau, Wartung, Programmierung

Es wird dringend angeraten, eine Alarmanlage mit Funk vom Profi montieren zu lassen. Nur so ist garantiert, dass die grundsätzliche Konfiguration auch den Anforderungen entspricht. Die modulare Bauweise erfordert wenig Aufwand hinsichtlich der Wartung. Die Batterien, die die Module mit Strom versorgen, sind auf Langlebigkeit ausgerichtet. Die Programmierung der zentralen Steuereinheit ist ebenfalls ein Job für die Fachleute. Die Bedienung an sich ist allerdings einfach und intuitiv.