Mut zur Kunst

Das Ausprobieren und Variieren von verschiedenen Techniken entspricht nicht nur der Freude des Menschen am Gestalten und neugierigen Entdecken. Ein ungezwungener und freier Umgang mit verschiedenen Materialien und deren Nutzung ist vielmehr als Bestandteil des künstlerischen Schaffens selbst zu sehen. Denn erst so entdeckt der Kunstschaffende die unterschiedlichen Möglichkeiten des Gestaltens. Dazu gehören nicht nur das Darstellen in der Fläche, wie es bei der Acrylmalerei und der Kalligraphie im Vordergrund steht. Beim Papierschöpfen etwa ist vor allem die Begegnung mit dem Material von Bedeutung. Das Ergebnis ist dabei weniger kalkulierbar und die vielen Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten rücken den Schaffensprozess selbst in den Mittelpunkt. Hier können unterschiedliche Materialen, deren Struktur- und Farbcharakter, wie auch plastische Elemente zum Einsatz kommen. Der Prozess an sich ist dabei theoretisch unendlich fortführbar. Denn die getrocknenten Materialien können wiederum unterschiedlich miteinander in Verbindung gebracht oder zu einem dreidimensionalen Gebilde zusammengesetzt werden. Jede Form der Kunst braucht schließlich Mut zum handelnden Entdecken und Experimentieren.